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Apple Pay vs. Apple Cash: Der Unterschied einfach erklärt

Digitales Leben
Apple Pay vs. Apple Cash: Der Unterschied einfach erklärt
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Verwirrt bei Apple Pay vs. Apple Cash? Wir erklären den Unterschied: Apple Pay ist die Technik zum Bezahlen, Apple Cash das digitale Guthaben. Erfahre alles zu Kosten, Funktionen und Verfügbarkeit.

Was ist der Unterschied zwischen Apple Pay und Apple Cash?

Die Verwirrung ist verständlich, da beide Namen ähnlich klingen und beide auf deinem iPhone leben, aber sie erfüllen völlig unterschiedliche Aufgaben. Einfach ausgedrückt: Apple Pay ist der Dienst, der die Transaktion durchführt (wie ein Kartenlesegerät), während Apple Cash das Geld ist (wie eine Prepaid-Karte in deinem Geldbeutel).

Wenn du an der Kasse stehst, ist Apple Pay die Technologie, die dein iPhone mit dem Terminal verbindet. Apple Cash hingegen ist eine spezifische Geldquelle – eine virtuelle Debitkarte in deiner Wallet-App –, die du über Apple Pay nutzen kannst, um zu bezahlen. Man nutzt also Apple Pay, um Guthaben von Apple Cash auszugeben. Während Apple Pay weltweit verfügbar ist, handelt es sich bei Apple Cash primär um eine Funktion für den US-Markt, um Geld zwischen Freunden zu senden (P2P).

Zusammenfassung
In diesem Artikel lernst du die genauen Unterschiede zwischen dem Zahlungssystem Apple Pay und dem Guthaben-Dienst Apple Cash kennen. Du erfährst, wie du Geld sicher über iMessage versenden kannst, welche Kosten anfallen und wie du diese Dienste optimal im Apple-Ökosystem nutzt. Zudem klären wir, wie sich Apple Cash von der Apple Card unterscheidet und welche Alternativen es gibt.
TLDR

  • Apple Pay ist die Technologie für kontaktloses Bezahlen (der „Weg“).
  • Apple Cash ist eine digitale Prepaid-Karte zum Speichern von Geld (das „Guthaben“).
  • Du benötigst Apple Pay, um mit Apple Cash in Geschäften zu bezahlen.
  • Apple Cash funktioniert hauptsächlich über iMessage zum Geldversand an Freunde.
  • Apple Cash ist keine Kreditkarte (wie die Apple Card), sondern reines Guthaben.

📑 Inhaltsverzeichnis

Funktionsweise von Apple Pay

Apple Pay fungiert als deine digitale Brieftasche, die physische Kredit- und Debitkarten sicher in deinem iPhone oder deiner Apple Watch speichert. Anstatt deine Plastikkarte hervorzuholen, hältst du einfach dein Gerät an das Zahlungsterminal. Die Technologie nutzt NFC (Near Field Communication), um die Zahlungsdaten verschlüsselt zu übertragen. Dabei werden deine echten Kartennummern weder auf dem Gerät noch auf den Apple-Servern gespeichert und auch nicht an den Händler übermittelt.

Ein großer Vorteil ist die Flexibilität. Du bist nicht zwingend auf eine klassische Bank angewiesen; es gibt mittlerweile viele Wege, wie du Apple Pay ohne Kreditkarte nutzen kannst, etwa durch verknüpfte Prepaid-Dienste oder Debitkarten. Apple Pay funktioniert sowohl im Supermarkt an der Ecke als auch beim Online-Shopping in Apps und im Webbrowser Safari.

Funktionsweise von Apple Cash

Apple Cash ist im Grunde ein Peer-to-Peer (P2P) Zahlungsdienst, der direkt in das Apple-System integriert ist. Es funktioniert ähnlich wie PayPal „Freunde & Familie“, ist aber fest mit iMessage verknüpft. Wenn dir jemand Geld über iMessage schickt, landet dieses Guthaben auf deiner digitalen Apple Cash Karte in der Wallet App.

💡 Wichtiger Hinweis zur Verfügbarkeit:
Apple Cash ist derzeit primär in den USA verfügbar. Nutzer in Deutschland oder Österreich können Apple Pay problemlos nutzen, aber die spezifischen „Apple Cash“-Funktionen (Geld senden per iMessage) sind oft regional eingeschränkt.

Sobald du Geld auf deinem Apple Cash Konto hast, hast du drei Möglichkeiten:

  • 💸 Senden: Du schickst das Geld per iMessage an jemand anderen weiter.
  • 🛒 Ausgeben: Du nutzt das Guthaben über Apple Pay, um im Laden oder online einzukaufen.
  • 🏦 Überweisen: Du transferierst den Betrag auf dein verknüpftes Bankkonto.

Vergleich im Apple-Ökosystem: Wallet, Card und Account

Apple bietet viele Finanzprodukte an, deren Namen sich ähneln. Um Verwirrung zu vermeiden, schlüsseln wir hier die genauen Unterschiede auf.

Apple Pay vs. Apple Wallet

📱 Apple Wallet
Das ist die App (der Container). Hier liegen deine Flugtickets, Kinokarten, Autoschlüssel und eben auch deine Kreditkarten.

💳 Apple Pay
Das ist der Dienst. Er greift auf die Karten in der Wallet zu, um die eigentliche Zahlung durchzuführen.

Apple Cash vs. Apple Card

Diese beiden werden am häufigsten verwechselt, sind aber grundlegend verschieden:

🟢 Apple Cash

Dies ist eine Debitkarte (Prepaid). Du kannst nur ausgeben, was du an Guthaben hast. Es findet keine Bonitätsprüfung statt und es gibt keine Zinsen.

💳 Apple Card

Dies ist eine echte Kreditkarte (herausgegeben von Banken wie Goldman Sachs). Sie hat ein Kreditlimit, beeinflusst deine Bonität (Credit Score) und verlangt Zinsen, wenn du nicht pünktlich zahlst.

Apple Cash vs. Apple Account (Apple-ID-Guthaben)

Vorsicht bei der Unterscheidung von Guthaben:

  • Apple Account (früher Apple-ID-Guthaben): Dieses Geld kannst du nur für digitale Güter nutzen (Apps, Musik, iCloud-Speicher). Du kannst damit keine Brötchen beim Bäcker kaufen.
  • Apple Cash: Das ist echtes Geld. Du kannst damit überall dort bezahlen, wo Visa/Mastercard und Apple Pay akzeptiert werden, auch im physischen Einzelhandel.

Kosten, Gebühren und Limits

Im Jahr 2026 sind versteckte Kosten ein Ärgernis. Glücklicherweise ist Apple hier sehr transparent. So sieht die Kostenstruktur aus:

Dienst / Aktion Kosten
Apple Pay Nutzung Kostenlos
Apple Cash: Geld senden (Debit-Guthaben) Kostenlos
Standardüberweisung auf Bankkonto Kostenlos (1-3 Tage)
Instant Transfer (Sofortüberweisung) ~1.5% Gebühr (Minimum/Maximum Beträge beachten)

Apple Cash für Familien und Kinder

Für Eltern ist Apple Cash ein mächtiges Werkzeug, um das Taschengeld im digitalen Zeitalter zu verwalten. Mit „Apple Cash Family“ kannst du Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren eine eigene Apple Cash Karte einrichten.

Dies gibt Eltern die Kontrolle: Du kannst Taschengeld direkt per Nachricht senden, die Ausgaben überwachen und Limits setzen. Es ist oft der erste Schritt für Kinder, den Umgang mit digitalem Geld zu lernen. Um dies sicher zu nutzen, solltest du wissen, wie du die Familienfreigabe und Zahlungsmethoden einrichten kannst, damit alles reibungslos funktioniert.

Apple Cash im Vergleich zu Wettbewerbern (PayPal & Cash App)

Natürlich ist Apple nicht der einzige Anbieter. Wie schlägt sich der Dienst gegen die Platzhirsche?

🆚 Apple Cash vs. PayPal

PayPal ist plattformunabhängig (funktioniert auch auf Android gut). Apple Cash ist jedoch tiefer in iOS integriert. Wenn du nur iPhone-Freunde hast, ist Apple Cash schneller, da du keine separate App öffnen musst.

🆚 Apple Cash vs. Cash App

Die Cash App bietet mehr Funktionen wie Aktienkauf oder Bitcoin-Handel. Apple Cash konzentriert sich auf das Wesentliche: einfaches Bezahlen und Senden von Geld.

Wenn du dir unsicher bist, welcher Dienst für dich der richtige ist, lohnt sich ein detaillierter Vergleich digitaler Zahlungsdienste, um die Vor- und Nachteile abzuwägen.


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist Apple Cash sicher?

Ja, sehr sicher. Jede Transaktion muss über Face ID, Touch ID oder deinen Passcode authentifiziert werden. Deine Daten werden in der „Secure Enclave“ des iPhones verschlüsselt gespeichert, einem speziellen Chip, der getrennt vom Hauptprozessor arbeitet.

Gibt es eine physische Apple Cash Karte?

Nein, es gibt keine Plastikkarte zum Anfassen. Apple Cash existiert rein digital in deiner Wallet App. Du kannst sie jedoch überall dort nutzen, wo kontaktloses Bezahlen (NFC) akzeptiert wird, genau wie eine physische Karte.

Kann man Geld von Apple Cash an die Cash App senden?

Nicht direkt. Die Systeme sind geschlossen. Du musst einen Umweg gehen: Überweise das Geld von Apple Cash auf dein Bankkonto und lade dann von diesem Bankkonto deine Cash App auf.

Funktioniert Apple Cash in Deutschland?

Apple Pay ist in Deutschland weit verbreitet und funktioniert tadellos. Apple Cash (die P2P-Funktion und das Guthabenkonto) ist jedoch nach wie vor primär ein US-Feature. In Deutschland nutzen die meisten Menschen für ähnliche Funktionen PayPal oder Giropay.


Geschrieben von

Stefan Leitner